Das Passah-Fest feiern

Wie bei den Wochentagen der Römer wurden durch die Babylonier zuvor den einzelnen Monaten Namen gegeben, welche im Wort Gottes, im Alten Testament, bereits erwähnt werden.

So benannte man den ersten biblischen Monat – in Bezug auf die nachexilische Zeit Babylons – ebenfalls nach dem babylonischen Kalender «Nisannu» (Nisan). Dieser Begriff leitete sich aus der akkadischen Sprache ab und wurde im Gebiet des Zweistromlandes der grossen Flusssysteme Euphrat und Tigris (Babylon) benutzt.

 In der Bibel sollte aber ausschliesslich der hebräische Name Abib (Ährenmonat), in Bezug auf die erste Ernte und der Beginn des 1. Frühlingsneumondes, erwähnt sein. 

 

 

Heute zieht ihr aus, im Monat Abib.  2. Mose 13,4 

 

Durch die 430 Jahre Untertan in Ägypten war das gesamte Volk Israel, über mehrere Generationen hindurch, so durch die Sonnenanbetung der Ägypter und deren Götter geprägt, dass unser Schöpfer YAH elohim Seinem erwählten Volk, durch den Auszug aus Ägypten, in den Jahren der Wüstenwanderung, ganz neu aufzeigen musste wie einst Sein Schöpfungskalender bei der Schöpfung erdacht war und praktiziert werden sollte. Ihnen galt die Verheissung für in das Verheissene Land Kanaan. YAH elohim war es wichtig, dass Seine Kinder Israel sich wieder ganz nach dem Sonnen-Mondkalender, ausrichteten.

 

«Sollte es IHM den heute nicht das gleiche Anliegen sein? Denn auch den Gerechten Kindern YAHs elohim verspricht ER, sie werden das Verheissene Land sehen und mit Seinem Sohn Yahushuah HaMashiach zusammen Seine Erben sein.»

 

«Ruft ER sie nicht heraus aus Babylon, um den Götzendienst zu verlassen?»

 

So verwies YAH elohim in der Wüste Sinai Seine Kinder Israel darauf hin sich nach Seinen Festen- und Festzeiten der Anbetung, erneut nach dem Neumond zu orientieren. Eines dieser Feste wurde gleich zu Beginn des Auszuges aus Ägypten, mit dem Neujahrsanfang im Frühling festgelegt und wird seither zur Erinnerung jedes Jahr gefeiert. Es handelt sich hier um das Passafest, das Fest der ungesäuerten Brote und der Ernte der Erstlinge. 

 

Das hebräische Wort, das mit „Passah“ wiedergegeben wird, lautet pesach (bzw. paµsach), während das griechische Wort für „Passah“ pascha (pavsca) ist. 

 

Das Passah der Juden stand kurz bevor; und es gingen viele aus der Gegend hinauf nach Jerusalem vor dem Passah, um sich zu reinigen.

Johannes 11,55

 

In der Bibel steht eine Geschichte über Yahushuah, als Er 12 Jahre alt war und im Tempel Gottes zurückblieb. Dies ereignete sich im Frühling zum Passafest, an welchem einige Jahre später die Kreuzigung stattfand. Da Yahushuah Judäer, Jude war, wuchs Er nach den jüdischen Traditionen und somit mit den biblischen Festen auf. Sie waren Ihm bestens vertraut.  Lukas 2, 41-52

 

Dies sind die Feste des HERRN, die heiligen Versammlungen, die ihr zu ihrer festgesetzten Zeit ausrufen sollt:

Am vierzehnten Tag des ersten Monats gegen Abend ist das Passah des HERRN. Und am fünfzehnten Tag desselben Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote für den HERRN; da sollt ihr sieben Tage lang ungesäuertes Brot essen. Am ersten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Dienstarbeit tun. Sieben Tage lang sollt ihr dem HERRN Feueropfer darbringen. Am siebten Tag soll wieder eine heilige Versammlung sein; da sollt ihr auch keine Dienstarbeit tun.»

3. Mose 23,4-8 

 

Dreimal im Jahr sollt ihr mir ein Fest feiern: Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du mir halten; sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur bestimmten Zeit im Monat Abib, den in dem Monat bist du aus Ägypten gezogen - erscheint aber nicht mit leeren Händen vor mir-; das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Früchte, die du auf dem Feld gesät hast; das Fest des Einsammelns am Ende des Jahres, wenn du den Ertrag deiner Arbeit vom Feld eingesammelt hast. 

2. Mose 23,14-16 

 

Der Herr aber sagte zu Mose und Aaron in Ägypten: «Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen. Redet zu der ganzen Gemeinde Israel und sagt: Am zehnten Tag dieses Monats nehme sich jeder ein Lamm für ein Vaterhaus, je ein Lamm für ein Haus. 

Ihr sollt aber ein Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr es nehmen und sollt es bis zum vierzehnten Tag des Monats verwahren.»

2. Mose 12,1-3, 5-6 

 

Unser Schöpfer hat die im Alten Testament erwähnten biblischen Feste vorbestimmt und bewusst geplant.

Mit prophetischen Verheissungen bis zur vollständigen Erfüllung und zum wiederholenden Gedenken, für alle Generationen, an Seinen treuen Bund mit Seinen Kindern Israel. Das jährliche Passalamm (Opferlamm), jenes am 14. Abib geschlachtet, zubereitet und am selben Abend verzehrt wurde, war ein solch prophetischer Hinweis auf die Kreuzigung von Yahushuah, der durch Sein Opfer am Kreuz - am selben Tag - erfüllt wurde.

Die Vorbereitungen zu diesem jährlichen Passafest begannen bereits ab dem 10. Tag im Monat Abib.

Ab diesem Tag mussten die Familien ein einjähriges Lamm, ein männliches Tier ohne Mangel aussuchen und zu sich ins Haus nehmen, um es zu untersuchen ob es makellos sei. Genauso zog Yahushuah am 10. Tag des 1. Monats Abib in Jerusalem ein. Als das Opferlamm, ein Lamm an dem weder Fehler noch eine Sünde zu finden war. Auch Er blieb bis am 14. Tag verwahrt und noch verschont (siehe Matthäus 21,1-11). 

 

Aber am vierzehnten Tag des ersten Monats ist das Passah des HERRN. Und am fünfzehnten Tag desselben Monats ist ein Fest. Sieben Tage lang soll man ungesäuertes Brot essen. Am ersten Tag soll eine heilige Versammlung sein, da sollt ihr keine Dienstarbeit tun. 

5. Mose 28,16-18 (siehe Einsetzung des Passafestes 2. Mose Kapitel 12) 

 

Am vierzehnten Tag des ersten Monats, am Abend, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis zum einundzwanzigsten Tag des Monats, am Abend, sodass man sieben Tage keinen Sauerteig in euren Häusern finde.

2. Mose 12,18-19 

 

Alles ereignete sich in der Passawoche vom 14. bis zum 21. Tag des 1. Monats Abib.

In dieser Woche feiert man die sieben Tage der ungesäuerten Brote, das Passalamm und die Erstlingsfrüchte. Alles prophetische Hinweise zur Kreuzigung Yahshuah, der Zeit im Grab und die Auferstehung.

Am Vorabend des 14ten Abib und zum Auftakt des Passafestes wird auch heute noch bei den gläubigen Juden der traditionelle Sederabend gefeiert. Zuvor wird mit grosser Gründlichkeit das ganze Haus nach übriggebliebenem Sauerteig abgesucht. Das Haus muss vor dem Passahfest davon vollständig gereinigt sein. Eine vollständige Reinigung vom alten Sauerteig, als Sinnbild für Erlösung und Befreiung der Knechtschaft. Sauerteig ist überdies ein Symbol für Sünde. Ein Gleichnis zur Entfernung der Sünde aus dem Herzen und ein weiterer Hinweis auf das Sündenopfer und Passalamm Yahshuah.

 

Bei der Seder- Feier am Vorabend, werden bittere Kräuter zubereitet, in Erinnerung an die Bitterkeit und Unterdrückung in Ägypten. Auch ein Sinnbild an die Leidenszeit Yahshuah. Das Oberhaupt, der Älteste vom Hause, liest anbei die Worte Gottes aus den Schriften vor, welche die ganze Heilsgeschichte über das Volk Israel und die Verheissung in 2. Mose 6,6-7 beinhalten.

 

Es werden dazu vier Kelche mit Wein oder Traubensaft gefüllt, als Symbol für den Weg der Erlösung aus der Zeit der Unterdrückung. Der Kelch der Heiligung, der Kelch der Befreiung, der Kelch der Erlösung und der Kelch der Annahme, im Warten auf den Messias durch die Verheissung aus Maleachi 3,23.

 

 

Yahushuah hielt sich an diese von YAH elohim vorgegebenen Satzungen beim letzten Abendmahl. Er brach und teilte mit den Jüngern die Mazze, das ungesäuerte Brot.

Der dritte Kelch, der Kelch des Heils, welcher Er beim Abendmahl erhob ist ein Hinweis auf die Verheissung der Erlösung durch Yahushuah und wurde durch Ihn, mit dem neuen Bund und durch einsetzen Seiner Worte, bestätigt und besiegelt (siehe Hebräer Kapitel 8 und 9). 

 

Der vierte Kelch wird Er erst wieder erheben, wenn alle Erlösten zum Hochzeitsmahl des Lammes versammelt sind. Denn dieser Kelch weist auf Seine Wiederkunft hin und auf die Vollendung vom Reich Gottes. 

 

Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstockes trinken bis zu dem Tag, an dem ich es neu mit euch trinken werde im Reich meines Vaters.

Matthäus 26,29 

Matthäus 26,26-28; Lukas 22,19-20

2. Mose 6,6-7; 5. Mose 4,20; Offenbarung 21,3-7 

 

Dies sind einige Hinweise auf das letzte Abendmahl welches Yahushuah mit seinen Jüngern feierte, bevor er zu später Stunde oder gegen Morgendämmerung, im Garten Gethsemane verhaftet wurde. Wie schon erwähnt, erfolgte am Rüsttag des 14. Abib die Kreuzigung, das Schlachten des Passalammes und der Verzehr des Lammes am selben Abend. Yahushuah starb am Kreuz, um die neunte Stunde (zirka um 15 Uhr) und wurde am selben Abend des 14. Tages, bevor es dunkel wurde, vom Kreuz genommen und in ein Grab gelegt. 

(Siehe Matthäus 27,46, 57) 

 

Könnte gut sein, dass das letzte Abendmahl von Yahushuah mit Seinen Jüngern, schon am Vorabend vom Passahfest, also am 13. Abib, welcher beim jüdischen Volk auch als der Sederen-Abend bekannt ist stattfand. Wenn man die jüdischen Traditionen kennt und mit den Versen aus der Bibel vergleicht, ist eine Übereinstimmung ersichtlich. Aus keinem der Berichte ist zu entnehmen, dass an diesem letzten Abend schon Lammfleisch gegessen wurde. Traditionsgemäß war das Passahlamm noch nicht zubereitet und  nicht einmal geschlachtet. In den Schriften ist aber zu entnehmen, wie die Jünger mit Yahushuah das Brot brachen und in Schalen mit Olivenöl eintauchten. Das entspricht genau den Bräuchen vom Sederenmahl, an welchem auch symbolisch bittere Kräuter, vermischt mit Olivenöl, aufgedeckt wird.

 

Weil es aber Rüsttag war, baten die Juden den Pilatus, damit die Leichname nicht den Sabbat über am Kreuz blieben-denn dieser Sabbat war gross-, dass ihnen die Beine gebrochen und sie abgenommen würden.

Als sie aber zu Yahushuah/Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht;.... 

....Denn das ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde: Es soll ihm kein Bein zerbrochen werden. 

In einem Haus soll man es essen; du sollst nichts von seinem Fleisch hinaus vor das Haus tragen und sollst kein Bein an ihm zerbrechen.

Johannes 19,31, 33, 36; Psalm 34,21; 2. Mose 12,46 

 

Am 15. Tag des Abib war ein besonders hoher Fest-Sabbat und dieser wurde als Ruhetag gefeiert und eingehalten. Dieser Tag war zugleich der 7. Wochentag, also der wöchentliche Sabbat und der erste Tag der ungesäuerten Brote. An diesem Sabbattag ruhte Yahushuah im Grab. 

 

Der 16. Tag des Abib ist der zweite Tag der ungesäuerten Brote und zugleich der erste Tag der neuen Woche. Es ist der Tag der Webegarbe. Erst an diesem zweiten Tag des Festes essen sie zum ersten Mal von den Früchten der Erde und bringen YAH elohim die Erstlingsfrucht der Gerste dar. 

«Sag den Kindern Israel: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und seine Ernte einbringt, so sollt ihr eine Gabe der Erstlinge eurer Ernte zu dem Priester bringen.

Und er soll die Garbe vor dem HERRN schwingen (weben), damit dies euch wohlgefällig macht; am Tag nach dem Sabbat soll sie der Priester schwingen (weben). 

 

Die erste Getreideernte des Jahres war die Gerstenernte. Die Garbe entsprach einem Zehnten einer Tagesration. Die Garbe muss am Tag nach dem Sabbat, also den 2ten Tag der ungesäuerten Brote, am 16. Abib, an diesem Morgen, im Tempel Gottes, vom Priester, vor YAH elohim, hin und her geschwungen (gewebt) werden. Als Unterpfad für die gesamte Getreide-Ernte, die darauffolgen würde. Diese Erstlingsfrucht, die Webegarbe, ist ein Vorbild (Typus) und Hinweis auf den Messias und die Auferstehung. Er ist der Erstling der Entschlafenen, welcher von YAH/YHWH elohim, dem Vater, auferweckt wurde. Auch diese Darbringung der Erstlingsgarbe Yahushuah HaMashiach ist der Unterpfad auf die ganze kommende Ernte, gemeint das Volk Gottes, welches Ihm nachfolgt und bei Seinem Wiederkommen auferweckt und auferstehen wird. 

 

Danach sollt ihr vom Tag nach dem Sabbat, von dem Tag an, an dem ihr die Garbe als Schwingopfer brachtet, sieben ganze Wochen zählen. Bis zu dem Tag nach dem siebten Sabbat, nämlich fünfzig Tage, sollt ihr zählen und dann dem HERRN ein neues Speiseopfer opfern (Shavuot, Pfingsten).» 

3. Mose 23,10-11, 15-16, 

 

Sieben Woche später reift der erste Weizen und dies ist ein Hinweis auf das Shavuot (Pfingstfest).

Shavuot, vom hebräischen übersetzt Wochenfest, wurde durch das griechische Wort pentekosté ersetzt und somit mit Pfingsten übersetzt, was bedeutet fünfzigster Tag.

Beide Namen haben zwar die gleiche Bedeutung, doch das biblische Wochenfest Shavuot hat schon im Alten Testament eine tiefgehende verwurzelte Geschichte und ist die Verbindung und Vollendung zum Passafest. 

 

Es erinnert unteranderem an die Übergabe der Gesetzestafeln auf dem Berg Sinai und ist das Erntedankfest der Weizenernte sieben Wochen nach Passah. Die Feier der Erstlingsfrüchte. Es wird als ein sehr fröhliches Fest gefeiert, an welchem man damals, zu der Zeit Yahshuah, von überall her nach Jerusalem pilgerte. Auch an diesem Fest werden zum Dank von der ersten Weizenernte Gott YHWH Garben als Schwingopfer dargebracht. 

 

Jeder aber nach seiner Ordnung: der Erstling Christus; danach die, die zu Christus gehören, bei seinem Wiederkommen; danach das Ende, wenn er das Reich GottYAH, dem Vater, übergeben wird, nachdem er alle Herrschaft und alle Obrigkeit und Gewalt vernichtet hat. 

1. Korinther 15,23 

 

2.Mose 12,5-6 7-8 2. Mose 23,15-19 3. Mose 23,4-8 4. Mose 9, 5.Mose 16, 2-8 

 

 

 

 

 

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