Der edle, heilige Ölbaum und der wilde, fremde Ölbaum

Olivenbaum im Garten Gethsemane

Der Olivenbaum, man findet ihn, mit seinen reichhaltigen Früchten, im ganzen Mittelmeerraum.

Er ist einer der ältesten Kulturpflanzen überhaupt. In Griechenland erzählt man sich, dass es auf der Insel Kreta einen 3000 jährigen Olivenbaum gibt, der unaufhörlich Jahr für Jahr seine Frucht trägt. 

Gehörte doch diese sonnenhungrige Nutzpflanze auch zu den ersten Bäumen nach der Sintflut.

 

«Noah wartete noch weitere sieben Tage, dann liess er die Taube wieder aus der Arche fliegen.

Sie kam zur Abendzeit zu ihm zurück, und sieh, sie hatte ein Ölblatt abgebrochen und trug es in ihrem Schnabel. Da merkte Noah, dass die Wasser auf der Erde abgenommen hatten.»  

 

Ebenfalls wächst der Olivenbaum in vielen Ländern wild. Schon zu früheren Zeiten pfropfte man edle Olivenzweige auf die Stämme wilder Bäume, um auch von ihnen einen grösseren und saftigeren Ertrag an Frucht zu erreichen. 

 

So ergab es sich, dass Paulus unter anderem dieses Gleichnis, bezüglich der Heidenchristen, bei den Römern erwähnte, nur eben im umgekehrten Sinn. Er spricht von einem wilden Ölbaum, deren Zweige in den edlen Ölbaum eingepfropft werden, damit sie ebenfalls den Saft, der edlen Wurzeln beziehen können. Im selben Gespräch ermahnt er jedoch die wilden Ölzweige:

«Wenn aber einige von den jüdischen Zweigen ausgebrochen sind und du, der du ein wilder Ölbaum warst, unter sie eingepfropft wurdest und an der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums Anteil hast, dann rühme dich nicht gegenüber den ausgebrochenen Zweigen. 

Rühmst du dich aber trotzdem gegen sie, dann erinnere dich und sei dir bewusst: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.»

Es ist GottYHWH/YAH jederzeit möglich von den ausgehauenen, jüdischen, natürlichen Zweigen einige wieder in Seinen edlen Ölbaum einzupfropfen. Denn es steht geschrieben: «ER wird noch einige finden aus dem Volk Israel die ihre Knie nicht vor dem Baal gebeugt haben. 

Denn wenn du aus dem Ölbaum, der von Natur wild war, ausgehauen und gegen die Natur in den guten Ölbaum eingepfropft wurdest, wie viel mehr werden sie, die natürlichen Zweigen in ihren eigenen Ölbaum eingepfropft werden.»

Römer 11,16-18

 

Wer ist denn dieser hier erwähnte, edle heilige, Ölbaum, woran man eingepfropft werden kann? 

Der edle heilige Ölbaum, ist ein symbolischer Hinweise auf unseren Messias und König der Könige, GottesYHWH Sohn, Yahushuah HaMashiach. In den Ölbaum, den Messias eingepfropft, beziehen die Kinder GottesYHWH ihre Nahrung, die Salbung durch den Geist Gottes der Wahrheit, direkt von dessen Wurzeln. Losgelöst von diesen Wurzeln, dem Messias, werden Seine Kinder im Glauben nicht mehr weiterwachsen, sondern verdorren und wieder absterben. 

Yahushuah ist Jüdäischer, Yahudäischer Abstammung; dem Geschlecht David aus dem Stamm Juda (Yahuda). Es steht geschrieben: 

«Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids.... Wenn die Wurzel heilig ist, dann sind auch die Zweige heilig.» 

Der edle heilige Ölbaum treibt nach wie vor neue frische Zweige. Gemeinsam fangen sie an zu blühen und immer mehr wird dieser heilige Baum gesunde und reife Früchte tragen. Er ist zu vergleichen mit dem Baum des Lebens der 12-mal im Jahr Früchte trägt und im Licht des Vaters der Ewigkeit entgegen strahlt. 

 

Wer ist denn dieser fremde, wilde Ölbaum mit den wilden Zweigen, wovon Paulus die Römer schon damals ermahnte?

Es gab zu dieser Zeit ebenso einen fremden, wilden Ölbaum aus einer anderen, heidnisch babylonischen und griechischen Strömung.

Schon bald nach dem Ableben der ersten Apostel fing er, völlig losgelöst von den jüdischen Wurzeln und deren Stammbaum, an zu wachsen. Dieser Ölbaum entwickelte sich über die letzten 2000 Jahren sehr rasant und hat inzwischen ausgesprochen viele wachsende Zweige. Die fremden Wurzeln haben den Ursprung in der Gründung der Römischen Kirche, welche immer mehr zu einer großen Weltkirche heranwächst. Der Saft aus diesen Wurzeln ist eine Mischung aus heidnischen Gottheiten und babylonischen Bräuchen.

Durch die Konzile übertragen und mit einem anderen, fremden, babylonischen Geist getränkt. Derselbe Geist nährt und verschlingt alle Zweige, die sich, zum Teil ahnungslos, verführen und einpfropfen lassen. Sie haben sich heillos ineinander verzweigt und aneinander verhängt, dass einer wie der andere nicht mehr in der Lage ist, sich als einzelne Zweige zu ernähren. Die verschiedenen Äste, die aus dem gewaltigen Stamm heraus nach oben wachsen, strecken sich nach allen Seiten aus, um in einer großen Einheit zu verschmelzen. Einmal an diesen Stamm festgemacht, wird es sehr schwer sich wieder loszureissen. Ob es gleichwohl noch einige wilde Zweige geben wird, die sich von diesem fremden, durchmischten Gewächs lösen oder abbrechen und zurück in den edlen Ölbaum einpfropfen lassen? 

 

Während der heilige edle Ölbaum, mit seinen Zweigen, durch die Salbung GottesYHWH an den Wurzeln gefestigt und gestärkt verbunden bleibt, glückselig ist wer sich daran festhält, er bleibt so stark verwurzelt, dass er jeden Sturm überwinden wird, kann hingegen der verdorbene, fremde Ölbaum, egal wie stark er auch scheinen mag, den Sturm des Gericht GottesYHWH nicht überstehen. Es steht in den Schriften niedergeschrieben, dass er ganz umgehauen und seine Zweige im Feuer lichterloh brennen werden.

 

Es existieren also zwei ganz unterschiedliche Ölbäume aus komplett gegensätzlichen Strömungen. Ein jeder hat die Gelegenheit zu wählen in welchen Ölbaum er sich einpfropfen lassen und aus welchen Wurzeln er den Saft, die Salbung, und Nahrung beziehen will. Es bleibt bis am Ende der Zeit unsere ganz persönliche Entscheidung. Wie wirst du dich entscheiden?

 

Der HERR nannte dich einen grünen, schönen, fruchtbaren Ölbaum; aber nun hat er mit einem grossen Mordgeschrei ein Feuer um ihn anzünden lassen, und seine Äste splittern. Denn der HERR Zebaoth, der dich gepflanzt hat, hat dir ein Unglück angedroht wegen der Bosheit des Hauses Israel und des Hauses Juda, die sie ausüben, indem sie mich mit ihren Weihrauchräuchern für Baal erzürnen.

 Jeremia 11,16-17 

 

Ich aber werde bleiben wie ein grüner Ölbaum im Haus Gottes, ich verlasse mich auf Gottes Güte immer und ewig.

Ich danke dir allezeit, denn du hast das alles getan; ich will im Kreis deiner Heiligen (Zweige) auf deinen Namen YHWH/YAHUAH vertrauen, denn er ist gut. 

Psalm 52,10-11 

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